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La Dolce Vita – eine Stadt, viele Geschichten

Das neue Multiszenen-Diorama „La Dolce Vita“ bringt mediterranes Lebensgefühl in die große Modelleisenbahnanlage des Hans-Peter Porsche Traumwerks – und verändert dabei immer wieder sein Gesicht.

Auf der Piazza knattern Vespas, vor der Eisdiele werden die letzten Bestellungen aufgenommen und hinter den Fenstern beginnt langsam der Abend. In einer Wohnung flackert der Fernseher, im Tanzstudio spiegeln sich die Figuren an der Wand. Wer den Blick durch die schmalen Gassen wandern lässt, entdeckt hinter beinahe jedem Fenster eine neue Geschichte.

Mit dem Diorama „La Dolce Vita“ ist in der großen Modelleisenbahnanlage des Hans-Peter Porsche Traumwerks eine kleine Stadt entstanden, die mediterrane Leichtigkeit mit außergewöhnlicher Detailtreue verbindet. Doch sie ist weit mehr als eine aufwendig gestaltete Kulisse. Austauschbare Plätze, abnehmbare Häuserzeilen und wandelbare Flächen machen sie zu einer Bühne für immer neue Szenen.

Ein detailgetreues Miniaturmodell eines europäischen Stadtplatzes zeigt farbenfrohe Gebäude, einen Pavillon mit Kuppel, Menschen, Bäume und einen blauen Polizeiwagen. Die Szene wirkt lebendig und ist äußerst detailreich gestaltet.
Miniatur-Marktszene mit winzigen Modellfiguren an Tischen unter rot gestreiften Zelten, Laternenpfählen, Grünpflanzen und kleinen Autos, die eine lebhafte Atmosphäre im Freien einfängt. Rechts ist ein Schild mit der Aufschrift „Roma 2029“ zu sehen.

Inspiriert vom Süden

Die Idee hinter „La Dolce Vita“ war von Anfang an klar: Das Diorama sollte sich als stimmige Stadterweiterung nahtlos in die bestehende Kulisse von Bellinzona in der Schweiz einfügen und zugleich das lebhafte Flair einer kleinen italienischen Stadt einfangen. Verwinkelte Gassen, warme Lichtstimmungen, belebte Plätze und Häuser, die ihre ganz eigenen Geschichten zu erzählen scheinen, prägen das Bild.

Inspiration fanden die Modellbauprofis sowohl in Bellinzona selbst als auch in den schmalen Gassen und der mediterranen Atmosphäre der Altstadt von Rovinj. Anregungen für Fassaden, Putzstrukturen und architektonische Details lieferten zudem Eindrücke aus Regensburg. Die Parkanlage wiederum erinnert mit ihren Steintreppen, Blumenbeeten und alten Bäumen an historische Stadtparks in Wien.

Entstanden ist dennoch kein Nachbau eines bestimmten Ortes. Jeder Grundriss, jede Sichtachse und jede Dachlandschaft wurde eigens für das Diorama entwickelt. Manche verwinkelten Dächer und baulichen Details ergaben sich sogar erst während der Arbeit. So wuchs nach und nach eine Stadt, die vertraut wirkt und dennoch nur in dieser Form existiert. Die Anordnung der Gebäude lenkt den Blick immer wieder in die Hauptgasse. Zugleich öffnen sich zahlreiche weitere Perspektiven auf kleine Plätze, Innenhöfe und schmale Durchgänge. Je nachdem, von welcher Seite man das Diorama betrachtet, zeigt sich ein anderes Bild.

Die Illusion endet nicht am Fenster

Besonders viel Aufmerksamkeit galt den Innenräumen. Ein beleuchtetes Fenster allein genügte den Verantwortlichen nicht. Die Illusion sollte nicht an einer Scheibe enden – und schon gar nicht durch sichtbare Kabel oder leere Räume unterbrochen werden.

Deshalb wurde genau geplant, durch welche Fenster ein Blick ins Innere möglich ist, welche Szenen sich dahinter abspielen und welche Räume beleuchtet werden. Zahlreiche Wohnungen und Geschäfte sind vollständig eingerichtet. Nicht mit aufgedruckten Kulissen, sondern mit eigens gefertigten Möbeln und Gegenständen. Wer genau hinsieht, entdeckt Kunsttapeten, Zimmerpflanzen, ein Bett mit Bettwäsche und ein Tanzstudio mit Spiegelfront. Sogar ein kleiner Fernseher gehört zur Ausstattung.

Auch in den Erdgeschossen herrscht reges Leben. Ein Tattoostudio empfängt Kundschaft zwischen Motivauswahl und Graffitiwand. In der Boutique stehen Miniatur-Schaufensterpuppen zwischen dicht bestückten Kleiderständern. Eine Bibliothek, eine Apotheke, ein Restaurant, ein Geschäft für Wohnaccessoires und ein Weinkeller mit Gewölbe und Fässern ergänzen das Stadtbild.

Besonders detailreich ist die italienische Eisdiele gestaltet. Mosaikfliesen, Leuchtschrift, ein großer Eistüten-Aufsteller sowie gerade einmal zwei Millimeter kleine Speisekarten und Blumenvasen schaffen eine vollständige kleine Welt.

Trennwände und gezielt gesetzte Lichtquellen sorgen dafür, dass die einzelnen Räume unabhängig voneinander wirken. Sobald in der Modelleisenbahnanlage der Abend anbricht, zeigt sich, wie viel Leben hinter den Fassaden steckt.

Eine Miniatur-Marktszene mit einem Verkäufer an einem Imbisswagen unter einem blauen Vordach, daneben stehenden Kunden und einem kleinen Tisch mit Lebensmitteln. Im Hintergrund sind eine Straßenlaterne und ein Gebäude zu sehen.
Ein Modell einer Mittelmeerstadt mit bunten Gebäuden, roten Ziegeldächern und einer Dachterrasse, auf der Miniaturwäsche an einer Wäscheleine hängt. Bäume und detailreich gestaltete Fenster tragen zum realistischen Erscheinungsbild bei.

Eine Bühne, die sich verwandelt

Der besondere Reiz von „La Dolce Vita“ liegt jedoch nicht allein in der Fülle seiner Details. Das Diorama wurde von Beginn an als Multiszenen-Diorama entwickelt und kann immer wieder verändert werden.

Der Marktplatz lässt sich vollständig herausnehmen und durch unterschiedliche Module ersetzen. Auf ein GTI-Treffen folgte bereits ein Vespatreffen. Künftig sollen unter anderem ein lebendiger Wochenmarkt und ein ruhiger, architektonisch gestalteter Stadtplatz hinzukommen.

So bleibt die Grundkulisse erhalten, während sich die Geschichte auf dem Platz verändert. Mal treffen sich dort Automobilfans, mal flanieren Gäste zwischen Marktständen, mal herrscht beinahe beschauliche Ruhe.

Auch die angrenzende Parkanlage ist wandelbar. Eine Altbauvilla, ein altes Kino und eine kleine Allee bilden ihren Rahmen. Barock anmutende Steintreppen führen zu Blumengärten und gepflegten Grünflächen hinunter. Die bepflanzten Brüstungen, Treppen und großen Bäume können entfernt werden. Anschließend lässt sich die tiefer liegende Fläche mit einem Deckel verschließen.

So entsteht eine neue, ebene Bühne, die künftig etwa für einen Mittelaltermarkt, eine innerstädtische Eislaufbahn oder andere große Szenen genutzt werden kann. Selbst die vorderen Häuserzeilen sind herausnehmbar. Die Stadt ist damit nicht abgeschlossen. Sie bleibt offen für neue Ideen, Themen und Jahreszeiten.

Eine Miniatur-Marktszene mit einem Verkäufer an einem Imbisswagen unter einem blauen Vordach, daneben stehenden Kunden und einem kleinen Tisch mit Lebensmitteln. Im Hintergrund sind eine Straßenlaterne und ein Gebäude zu sehen.

Wenn der Sommerabend beginnt

Eine Szene bringt den Namen des Dioramas besonders schön auf den Punkt. Wenn die Sonne untergeht, tragen die Bewohnerinnen und Bewohner der Miniaturstadt Teppiche, Tische und Stühle nach draußen. Mitten auf dem Platz entsteht eine lange Tafel unter Lichterketten.

Aus zwei riesigen Töpfen, die beinahe so groß sind wie die Köche selbst, werden Spaghetti mit Tomatensauce serviert. Die Stadt kommt zusammen, isst, feiert und genießt eine laue Sommernacht.

Dann wird aus präzisem Modellbau für einen Moment mediterranes Lebensgefühl – La Dolce Vita in seiner kleinsten und vielleicht schönsten Form.

Erleben Sie „La Dolce Vita“ vor Ort

Die Modelleisenbahnanlage können Sie täglich zu unseren Öffnungszeiten besuchen.